Neu Ladesäule eingeweiht

Im Rahmen des Projekts Elektromobilität Nordhessen wird derzeit untersucht, wie in den nordhessischen Kreisen Elektromobilität gefördert werden kann und welche Investitionen in die dazugehörige Infrastruktur nötig sind, um mehr Menschen zum Umstieg auf neue Antriebsarten zu bewegen. Helmut Mutschler, Dezernent für Energie und Klimaschutz ist zuversichtlich, dass damit ein wichtiger Anstoß zum schnelleren Ausbau der Elektromobilität im Schwalm-Eder-Kreis gegeben wird.

Als zusätzlichen AnEinweihung Ladesaeule 2018reiz für den Umstieg hat der Schwalm-Eder-Kreis im September ein Förderprogramm für private Ladeinfrastruktur aufgelegt, um den Ausbau der Ladetechnik in der Fläche zu beschleunigen. Statistisch werden 80% der Ladevorgänge zuhause erledigt, daher ist eine Unterstützung der privaten Investitionen ein wichtiger Schritt zur Förderung des Ausbaus der E-Mobilität.

Gefördert werden Kauf und Installation von Wandladestationen bei einem Fachhändler im Schwalm-Eder-Kreis. Der Antragssteller muss im Schwalm-Eder-Kreis seinen ersten Wohnsitz haben und die Wandladestation im Schwalm-Eder-Kreis installieren. Der Zuschuss beträgt einmalig bis zu 200 €. Die Richtlinie mit den genauen Förderbedingungen sowie der Förderantrag sind unter www.klimaschutz-schwalm-eder.de abrufbar.

In Ergänzung dazu hat der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreis beschlossen, an strategisch günstigen Standorten, bei kreiseigenen Liegenschaften, moderne Ladesäulen zu errichten. Die erste wurde unlängst in der Parkstraße 6, an der Kreisverwaltung in Homberg (Efze) installiert. Die Säule hat eine Ladeleistung von zweimal 11 kW und ersetzt die bisherige mit geringerer Ladeleistung. Derzeit sind die Säulen offen zugänglich, über künftige Abrechnungswege wird der Kreisausschuss beraten.

 

Online-Umfrage für Studie zur E-Mobilität – Kreis will wissen: Wie ist die aktuelle Situation? Wie ist der künftige Bedarf?

Auch der Schwalm-Eder-Kreis macht sich fit für die E-Mobilität. Schon im Sommer vergangenen Jahres hatten sich die Kreisverantwortlichen – zusammen mit denen der Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner – darauf geeinigt, eine Studie zur E-Mobilität in Auftrag zu geben.Landrat Winfried Becker erläutert das Ziel: „Wir wollen herausfinden, welchen Bedarf es in der Zukunft gibt. Und was dafür getan werden muss, um diesem Bedarf gerecht zu werden.“ So geht es beispielsweise um die Frage, ob alternative Mobilitätskonzepte im ländlichen Raum sinnvoll sind – als Ergänzung des bestehenden öffentlichen Personenverkehrsangebotes.

„Erarbeitet werden soll auch ein bedarfsgerechtes, flächendeckendes Ladeinfrastrukturnetz“, so Becker. Und letztendlich wollen die Kreise den Kommunen einen Leitfaden zur Verfügung stellen, mit dem diese die Anlaufphase der E-Mobilität sinnvoll unterstützen können.

Jüngster Schritt auf dem Weg zur fertigen Studie: Der Kreis hat eine Bürgerbefragung auf den Weg gebracht. Helmut Mutschler, Kreisbeigeordneter und beim Kreis ehrenamtlich zuständig für Energie und Klimaschutz: „Über den Fragebogen wollen wir beispielsweise erfahren, welche Kenntnisse zum Thema Elektromobilität bereits vorhanden sind. Oder auf welche Art und Weise die Bürger aktuell mobil sind.“

Der Link zur Umfrage ist unter www.schwalm-eder-kreis.de (Umfrage ist beendet!) in der Rubrik Aktuelles zu finden. Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt ungefähr drei bis fünf Minuten in Anspruch. „Ich bitte die Bürger im Schwalm-Eder-Kreis zahlreich an der Befragung teilzunehmen. Denn nur mit aussagekräftigen Umfrageergebnissen können wir wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum umsetzen“, so Mutschler. Die Teilnahme ist anonym. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis einschließlich 29. März möglich.

Die Kosten der Studie belaufen sich auf 100.000 Euro. Davon übernimmt das Bundesverkehrsministerium 80.000 Euro, und jeder der fünf Landkreise schießt noch einmal 4.000 Euro dazu. Die Ergebnisse der Studie, die mit der Beratungsgesellschaft „PricewaterhouseCoopers“ sowie „brenner BERNARD ingenieure“ angefertigt wird, sollen Ende des Jahres vorliegen.